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Jägerkaserne Trier

Konzept

Das Konzept basiert auf zwei Leitgedanken „Urbanität und Wohnqualität durch bauliche Dichte“ und „Wohnen in der Jägerkaserne bedeutet Wohnen am Freiraum“.

Der Städtebau konzentriert sich im Anschlussbereich bestehender Bebauung und schafft dadurch Freiflächen für den Grünzug.
Die resultierende Dichte erzeugt identitätsstiftende Gemeinschaft uns hebt die Anonymität auf.
Sämtliche Bautypologien kommen in angemessenem Umfang zur Anwendung und bilden somit städtebauliche Einheit mit der Jägerkaserne.
Die Haupterschließung des Planungsgebietes der Jägerkaserne für den PKW Verkehr erfolgt über die Nord-Süd verlaufende Eurenerstraße zentral zwischen den beiden Gebäuden 2 und 3 direkt ins Quartier.
Aus der südlich gelegenen Nachbarsiedlung führt die „Im Schankenbungert“ ins Planungsgebiet. Auf diese Weise öffnet und vernetzt sich das ehemals geschlossene Kasernengelände mit dem näheren Umfeld.
Abgehend von der Haupterschließungsstraße, werden die einzelnen Gebäude direkt oder über Wohnstichstraßen angefahren.
Das zentral gelegene Parkdeck beinhaltet die Bewohnerparkplätze für die angrenzenden Geschosswohnungsbauten. Die Besucherparkplätze werden straßenbegleitend verortet.
Die Parkplätze für die Stadthauszeilen werden hausintern verortet. Für die westliche Stadthauszeile an der Jägerstraße, werden die Parkplätze entlang der Böschungsmauer zum Höhenversatz positioniert.
Für die Erschließung der Bestandsgebäude 2 und 3 entlang der Eurenerstraße, sowie die an der Blücherstraße gelegenen Gebäude 29, 9 und 4, werden die vorhandenen Straßen weiterhin genutzt.
Von dort führen Wohnstichstraßen zu den einzelnen Gebäuden.
Die Bewohnerparkplätze des Geschosswohnungsbaus und des Gewerbes werden zentral im Parkdeck nahe der Eurenerstraße verortet. Die Parkierung der Städthäuser erfolgt hausintern.

Das von Grünflächen umzogene Wohngebiet erfährt somit eine Aufwertung der Wohnqualität.

Für die von der Stadt Trier formulierten Ziele für das Gebiet Trier-West bietet das Konzept einen stabilen Rahmen der sämtliche Anforderungen berücksichtigt.

Damit ist ein „Verdichtetes Gesamtkonzept“ mit „Mischung unterschiedlicher Wohnansprüche“ in „Kostengünstiger Bauweise“ und die Schaffung von „erlebbarer Nachbarschaft“ mit „Kommunikationsräumen“ gemeint.

Städtebau und Gebäudetypologie

Jägerkaserne

Im Entwurf werden mehrere Gebäudetypologien kombiniert, die jeweils individuell auf die Nachbarschaft und das Quartier eingehen.

Eine ruhige aber kräftige Blockrandbebauung als Geschosswohnungsbau entlang des nördlichen Grünzugs des Planungsgebietes Jägerkaserne schafft eine eindeutig lesbare Struktur und fügt sich funktional in die vorhandene Nachbarschaft ein. Südlich öffnen sich die Blockbebauungen mit grünem Innenhof zum straßenbegleitenden revitalisierten Irrbach.

Die Sonderform des nördlich der Platzfläche gelegenen markanten Geschosswohnungsbaus korrespondiert mit dem gegenüberliegenden Parkdeck mit gewerblich nutzbarer Erdgeschosszone. In Verbindung mit der flankierenden Blockbebauung, entsteht ein urbaner, lebendiger Platz als funktionale Quartiersmitte.

In Nord-Süd Richtung verlaufende Stadthaus und Geschosswohnungsbauzeilen nehmen die offene Ortsstruktur der Nachbarsiedlung „Im Schankenbungert“ auf und führen diese fort. Im Norden werden diese von der Haupterschließungsstraße begrenzt und durch die Blockrandbebauung und dem Parkdeck gehalten.

Die unterschiedlichen städtebaulichen Typologien und das Ausscheren der Zeilenbauten von der Hauptrichtung werden durch klare Ränder gehalten.

Dadurch entsteht ein harmonisches Ensemble aus unterschiedlichen städtebaulichen Typologien und Dimensionen.

SWT-Gelände

Auf dem SWT Gelände wird in den Grundzügen das Städtebauliche Konzept der Jägerkaserne in kleinerem Umfang fortgeführt.

Auch hier wird das Ensemble durch klare Ränder gehalten und führt somit die unterschiedlichen Typologien zu einem harmonischen Ganzen zusammen.

Erschließung Parkierung

Jägerkaserne

Das Quartier wird effizient und umweltfreundlich erschlossen.

SWT-Gelände

Die Haupterschließung des SWT-Geländes erfolgt von der Eurenerstraße über die vorhandene nördliche Werner-Siemens Str. ins Planungsgebiet.

Nachhaltigkeit

Im Entwurf sind Kriterien der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) für Stadtquartiere berücksichtigt. Die Orientierung der Gebäude und Dimensionierung der Höfe ermöglichen eine gute Besonnung der Gebäude. Zudem entstehen unbeschattete Dachflächen für Solarthermie und Photovoltaik.